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Haus Krenz.....Neubau Wohnhaus in Neubrandenburg.....Entwurf Peter Grundmann 1998.....Fertig 1999.....Wohnfläche 170m².....Haus auf einem 12m breiten Grundstück

(Text von Dr. Jürgen Tietz erschienen in Deutsches Architektenblatt, S. 20-21, 06/2002)

Sein Architekturstudium in Berlin hatte Peter Grundmann zwar noch nicht abgeschlossen, als er das Wohnhaus für einen Bauunternehmer am Rande Neubrandenburgs entwarf,
aber das merkt man dem Haus nicht an - so frisch und unkonventionell kommt es daher. Spielend fügt sich das Gebäude in das schwierig zu bebauende Grundstück ein, das
nicht nur schmal, sondern auch noch lang geschnitten ist. Grundmann antwortete auf dieses Problem mit einem Baukörper, dessen blendend weiße Kuben sich hinter- und
übereinander staffeln. Dabei schieben sie sich in die Tiefe des Grundstücks hinein und untergliedern es in einzelne Bereiche. Damit die weißen Wände aber nicht überhand
gewinnen, hat der Architekt einige Fassadenpartien mit Paneelen aus Lärchenholz verblendet. Mit ihnen werden auch der Eingang und das Bad im ersten Obergeschoss
abgeschirmt. Damit aber dennoch Licht in diese Räume gelangen kann, wurde das Holz mit Löchern perforiert. Und wenn man will, lassen sich die Holzfelder auch ganz
aufklappen. Nach Norden weisst die Fassade lediglich einige schmale Sicht- und Lichtschlitze auf, nach Süden hin öffnet sich der Betonbau hingegen mit einer Holz-Glas-
Konstruktion zu der seitlichen Terrasse und im Obergeschoss mit einem Balkon. Und auch die nach Osten orientierte Rückseite des Hauses - die eigentliche Gartenfassade -
überrascht mit ihrem Gesicht aus Holz und Glas. Teils perforierte, teils geschlossene Holzpaneele zeichnen dort ein abstraktes Muster aus horizontalen Holzlagen an die
Fassade. Davor lagert der kleinere Baukörper des Wohnzimmers, der sich mit großen Glasflächen zum Garten öffnet. Der komplexen äußeren Gestaltung des Baukörpers
entspricht seine klare und offene Gliederung im Inneren. Der langgestreckte Flur führt durch das ganze Haus und mündet im Essbereich. Zwei Abzweige führen zu einem
Arbeitszimmer und zu einer offenen Küchenzeile. Das Wohnzimmer ist um einige Stufen abgesenkt und dadurch vom Rest des Hauses separiert. Über eine Betontreppe mit
Stahlgeländer gelangt man ins Obergeschoss. Dort führt eine wiederum stählerne Galerie mit Glasboden zu den beiden Kinderzimmern sowie zum Schlafzimmer der Eltern.
Lufträume zwischen den beiden Geschossen schaffen eine optische Verbindung und sorgen dafür, dass sich die Wohnbereiche durchdringen. Das abschließende zweite
Obergeschoss ist der Sauna und dem Technikraum vorbehalten, da das Haus aufgrund des hohen Grundwasserspiegels nicht unterkellert werden konnte. Auch einige Möbel
hat Peter Grundmann entworfen und so ein schlüssiges Gesamtkonzept für ein Einfamilienhaus verwirklicht, dass sich mit seiner ambitionierten Architektursprache zwar von
den Villen der Umgebung abhebt, sich aber gleichwohl einzufügen versteht.
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© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann

© Peter Grundmann
: © Peter Grundmann