NONCONTROLSPACE

Case Study, Entprogrammierung. Visuelle Trennung von Privat und Öffentlich.
Städtebauliche Studie für einen Apfelhain mit 6 Wohnblöcken.

An der Elbe in Magdeburg wird eine Industriebrache mit Apfelbäumen aufgeforstet. Die Bäume stehen in einem quadratischen Raster. Zwischen ihnen werden sechs dreigeschossige Wohnriegel errichtet, die jeweils 11 Meter über dem Boden aufgeständert sind. Durch diese hohe Aufständerung bleibt das räumliche Kontinuum des Apfelhains erhalten.

Der Apfelhain bildet einen öffentlichen Raum, dessen Nutzung radikal unbestimmt ist. Es gibt keine administrativen oder rechtlichen Vorgaben. Ordnung und soziale Beziehungen müssen von den Nutzern immer wieder neu ausgehandelt werden.

Die Wohnriegel stehen nicht nur aus städtebaulichen Gründen aufgeständert, sondern auch, um eine deutliche Distanz zwischen den Wohnungen und dem öffentlichen Raum darunter zu schaffen. Die Bewohner bleiben vom Geschehen unter ihnen unberührt. Sie können daran teilhaben oder sich davon zurückziehen. Sie genießen den Ausblick auf die Elbe und die Stadt Magdeburg sowie auf die Baumkronen des Apfelhains. Der Bodenbereich und das Geschehen darauf bleiben für sie unsichtbar. Umgekehrt bleiben auch ihre privaten Räume vor Blicken geschützt.